Jugendfarm Bacova
 
Pater Berno Rupp ist seit 1992 für den Orden der Salvatorianer in Temesvar. Die Tätigkeit umfasst den Einsatz für Straßenkinder und für in Not geratene Bevölkerung. Auf dem Gelände einer ehemaligen Kolchose soll eine „Jugendfarm“ entstehen. Ziel ist die Integrationsförderung für Straßenkinder, deren berufliche Ausbildung, Schaffung von Arbeitsplätzen und die Versorgung der Einrichtungen der Caritas in der Umgebung von Temesvar.
 
Die Idee ist die Entwicklung eines Konzeptes, das Leben in familienähnlichen Strukturen, Arbeiten mit einem eingrenzbaren Verantwortungsbereich, Erfahrungen mit Tieren und gleichzeitig landwirtschaftliche Produktion ermöglicht.
 
Die Jugendfarm soll den Charakter eines kleinen Dorfes erhalten. Sie gliedert sich in einen „Arbeitsbereich“, einen „Gemeinschaftsbereich“, einem „privaten Wohnbereich“ und einem sehr großen „Erholungs- und Rückzugsbereich“. Dazu gehören eine Landwirtschaft mit Schweinehaltung, Hühnern im Produktionsbereich und Pferden, Hunden und einer Mühle und ein handwerklicher Betrieb zur Herstellung von einfachen Produkten.
 
Die Anlage funktioniert für sich selbstständig, soll aber kein von der Umwelt abgeschlossenes Areal sein, deshalb wird ein Austausch mit Temesvar ganz bewusst herbeigeführt. Wohnen Die Unterbringung ist in Häusern für bis zu 8 Personen gedacht. Diese kleinen Häuser sind einfache zweigeschossige Gebäude mit jeweils 4 Zimmern pro Geschoss. Ein eingeschossiger Anbau beinhaltet die Wohnküche mit Essplatz sowie einen Aufenthaltsraum. Der Grundriss erlaubt eine flexible Zimmeraufteilung, so dass auf unterschiedlichste Lebenssituationen reagiert werden kann. Durch Zusammenfassen zweier Häuser entsteht ein privater Gemeinschaftshof, der auch Eingangszone ist. Im Sommer dient der Hof als zusätzlicher Aufenthaltsbereich, als informeller Ort der Begegnung.
 
Das Gemeinschaftshaus In der Mitte des Geländes befindet sich ein multifunktionales Gebäude, das sich in zwei Hauptbereiche gliedert. Im vorderen Teil befindet sich ein Speisesaal für etwa 80 Personen mit einer angegliederten Küche. Die Kücheneinrichtung ist eine Spende aus Vorarlberg und in Bacova eingelagert. Hier soll die Verpflegung der landwirtschaftlichen Angestellten und der Dorfbewohner erfolgen. Für Veranstaltungen jeder Art, sowie als Treffpunkt für Mitarbeiter, Bewohner und Gäste ist in einer späteren Ausbaustufe eine Mehrzweckhalle geplant.
 
Ein späterer Kirchenbau soll als Typenkirche errichtet werden, wie sie die „nicht-orthodoxen“ Konfessionen in Rumänien aus der Not heraus entwickelt haben. Für die Mehrzweckhalle sind Leimbinder aus dem Abbruch eines Gebäudes vorhanden.
Im ersten Schritt wurde bereits das Pförtnerhaus gebaut. Die Mühle und die Schweinezucht sind bereits in Betrieb. Die Schreinerei ist in einem bestehenden Gebäude eingerichtet. Im Erdgeschoss des Pförtnerhauses kann provisorisch eine Speisenversorgung stattfinden.